Liebe Erzieherinnen und Erzieher, 
Liebe Leiterinnen und Leiter von Mütter bzw.Vätergruppen!

 

Auf dieser Seite finden Sie Anregungen, wie Sie das Thema Suchtprävention in Ihre alltägliche Arbeit intergrieren können. Als erstes stellen wir Ihnen unser eigenes Projekt des Wohlfühlhauses vor, darüber hinaus wollen wir Sie auf gute andere Materialien, Neuerscheinungen, Fortbildungen etc. hinweisen. 

 

Sie finden hier:


       

Suchtprävention im Vorschulalter ?

Wir bauen uns „Das-Wohlfühlhaus“

Interessante Materialien

Bestelladressen


 

    Suchtprävention im Vorschulalter

Suchtpräventive Arbeit ist zunehmend ein fester Bestandteil pädagogischer Konzepte im Kindergarten. Dabei geht es nicht um Aufklärung über einzelne Rauschmittel. Zeitgemäße Suchtprävention sucht nach den Ursachen von Sucht, die eben schon in frühester Kindheit gelegt werden. Suchtprävention in Kindergarten bedeutet in erster Linie die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung. Kinder müssen ihre persönlichen Bedürfnisse ausleben können und Erfahrungen sammeln, um Selbstvertrauen zu entwickeln. Eine Aufstellung guter Materialien finden sie unter interessante Materialien

Da es im beruflichen Alltag oft schwierig ist, sich vertiefter mit Einzelaspekten der Erziehung, sprich hier der Suchtprävention zu befassen, möchten wir Ihnen einige Antworten auf häufige Fragen an die Hand geben. Wesentlich ausführlicher informiert die 4-teilige Elternbroschüre „Kinder stark machen- zu stark für Drogen“ (Teil 4: „Über Drogen reden“) die bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auch in größeren Mengen kostenlos erhältlich ist. 
(Bezugsadresse: BzgA, Ostmerheimer Str. 220, 51109 Köln,Tel.:0221/ 8992-0, Fax.:8992-257)

Suchtprävention im Vorschulalter?-Ist das nicht viel zu früh ?

Nein,die internationale Forschung ist sich einig, dass eine intensive Förderung der allgemeinen Lebenskompetenzen (life skills) den wirksamsten Schutz gegen Abhängigkeitsentwicklungen und andere inadäquate Problemlösungsstrategien darstellt. 
Unsere Kinder erwerben gerade in ihren Kinderjahren wichtige Fähigkeiten, die sie im späteren Leben dringend brauchen. Kindergartenkinder knüpfen ihre ersten sozialen Kontakte außerhalb des Elternhauses; sie müssen in eine Gleichaltrigengruppe hineinwachsen und mit anderen Kindern zurecht kommen. In den Entwicklungsjahren zwischen dem 12.-18. Lebensjahr lösen sie sich von der Familie. Die Gleichaltrigen bekommen größere Bedeutung, sie müssen sich eine anerkannte Position in der Gruppe erwerben und auch Beziehungen zum anderen Geschlecht aufbauen. Sie müssen eine berufliche Perspektive entwicklen und ihr ethisches Wertesystem festigen. Sie müssen eine Antwort darauf finden, ob und welchen Sinn ihr Leben eigentlich hat. Probleme bei diesen Herausforderungen können leicht der Anlass für den Einstieg in einen Suchtmittelmissbrauch sein. Eine erfolgreiche Bewältigung aller Entwicklungsaufgaben der Pubertät erfordert aber eine starke Persönlichkeit, die wir in den Kinderjahren fördern können und müssen. 

Wie kann man gegen eine Suchtentstehung vorbeugen und wer soll es tun ? 

Jeder kann seinen Beitrag leisten, dass aus unseren Kindern selbstbewusste Persönlichkeiten werden. Im Kindergarten und später in der Schule tragen Erzieher und Lehrer mit ihrer Gesprächsbereitschaft, ihren Hilfestellungen bei Konflikten,und ihrem Stärken der Eigeninitiativen der Kinder dazu bei. Drogenspezifische Informationen ergänzen dies bei den Kindern ca. ab 12 Jahren mit Informationen zur Wirkung von Suchtmitteln und ihrer Verbreitung .

Die Rolle der Eltern 

Den entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder haben aber die Eltern, da die Kinder in der Entwicklungszeit schwerpunktmäßig zu Hause lernen und das übernehmen, was ihnen ihre Eltern als Vorbild vorleben. Hier wird den Kindern gezeigt , wie man mit Suchtmitteln, sei es Rauchen, Alkohol, Tabletten, Fernsehen und vielem mehr umgehen kann. Hier haben die Kinder den ersten eigenen Zugang zu den Stoffen, der Großteil der Kinder trinkt in der Familie den ersten Alkohol. Die verschiedenen Einflussquellen auf die Entwicklung können aber nur dann erfolgreich sein, wenn die verschiedenen Kooperationspartner zusammenarbeiten , sich ergänzen und verstärken.

Woran kann ich eine Gefährdung merken ?

Es gibt zwar grundsätzlich keine festen Kriterien, dennoch ist in vielen Untersuchungen deutlich geworden, dass bei Kindern Langeweile, der Zwang nach schneller Bedürfnisbefriedigung, ein hoher Konsum von Süßigkeiten und TV/Computer/Videospielen, aber auch ängstlich-gehemmtes Verhalten und geringes Selbstwertgefühl, sowie das Risikoverhalten das Entstehen einer Sucht fördern. Auch der Erziehungsstil hat einen wichtigen Einfluss. Überbehütung, aber auch Vernachlässigung, eine Erziehung ohne Grenzsetzung, zuviel materielle Verwöhnung statt gemeinsamer Aktivitäten ist für eine starke Persönlichkeitsentwicklung eher hinderlich. Eine große Rolle spielen eigene Suchtprobleme der Eltern und ein früher Kontakt zu Suchtmitteln. Probierverhalten ist in den Entwicklungsjahren altersangemessen, kann aber nur dann unproblematisch bleiben, wenn das Kind den Stoff nicht zur Lebensbewältigung braucht.


 

    Wir bauen uns ein „Wohlfühlhaus“

Das Wohlfühlhaus

Unser Motiv „Das-Wohlfühlhaus“ zeigt in einem einfachen Bild auf, was Kinder brauchen, um eben Selbstvertrauen, Mut und Unabhängigkeit zu erwerben, um später weniger zu Ersatzbefriedigungen greifen zu müssen. Dazu ist es wichtig, dass Kindergarten und Eltern an einem Strang ziehen. Das Bild des Wohlfühlhauses hilft dabei, Bedürfnisse aufzuspüren, auszusprechen und mit denen der anderen Menschen , mit denen man zusammenlebt zu vergleichen. Wenn Wünsche transparent werden, kann man auch nach Lösungen suchen.

 

  Poster Das Wohlfühlhaus als GIF-Datei (210 kb)

 

Um diese Inhalte weiter zu geben bieten wir Ihnen an:

Das Poster

Das Poster des Wohlfühlhauses für den Eingangsbereich Ihrer Einrichtung oder für Gruppenräume von Müttergruppen erhalten Sie im Gesundheitsamt in Erlangen oder Höchstadt, in der Drogenberatungsstelle oder im Kinderschutzbund. Das Bild gibt den Eltern die Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit Inhalten von Suchtprävention. Gleichzeitig bietet aber das Bild Ihnen eine Methodik, mit der Sie z.B. bei einem Elternabend diesen Themenkreis ansprechen können. Wir lassen gerne die Eltern in Kleingruppenarbeit eigene persönliche Bausteine entwerfen, die sie persönlich für wichtig halten. Auch können die Kinder wichtige Bestandteile formulieren oder bildlich darstellen, die man mit den Vorschlägen der Eltern vergleichen könnte. 

Die Elternhandzettel

Sie erhalten sie ebenfalls kostenlos an den oben genannten Stellen. Die Handzettel zeigen nochmals klein das Motiv des Wohlfühlhauses und sprechen einige Aspekte an, wie Eltern ihren Kindern helfen können, eine starke Persönlichkeit zum Schutz gegen unglückliche Problemlösungen zu entwickeln

Die Tonbildshow

Sie zeigt in 16 Bildern bei ansprechender musikalischer Untermalung Szenen eines Wohlfühlhauses. 
Sie spricht Eltern, aber auch Jugendliche an und regt zum Weiterdenken und anschließendem Gespräch an.
Die Szenen spiegeln die Vielfalt der möglichen Auslöser für Wohlbefinden aus. Daneben zeigen aber auch Traurigkeit und Momente des Streites, dass gerade die Integration der schwierigen Situationen zu einem Wohlfühl- Zuhause dazugehören.

Sie erhalten die Show auf CD-Rom (zum Abspielen mit einem Beamer oder auf dem Monitor) Im Gesundheitsamt bei Frau Kern oder in der Drogenberatungsstelle der Stadt für 2.50 Euro.



   
Interessante Materialien

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„Starke Kinder - keine Drogen“

Bernd Kammerer, Das Projekte-Handbuch zur Suchtprävention mit Kindern, Neben einer ausführlichen Erläuterung konzeptioneller Grundlagen bietet es Praxismodelle und Beispiele, z.B. „Die Flirpse“, „Spielzeugfreier Kindergarten“, „Spiele“. etc. nebst weiterführenden Informationen und Materialien, Emwe -Verlag, Nürnberg 2000

*

„Prinzessinnen und Cowboys“

Sabina Rothenhöfer, Marie-Luise Sommer geschlechtsspezifische Suchtprävention in Kindertagesstätten, Neben der Erläuterung der geschlechtsspezifischen Aspekte der Entwicklung und ihren Auswírkungen auf eine Gefährdung stellt es praxisrelevante Materialien vor wie Spiele-und Projekte, Geschichten, Bilderbücher etc., Jugendamt Nürnberg, Präventive Jugendhilfe

* „Handbuch Kinder- ..von winzig klein bis ganz schön groß“
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Eltern-Handbuch - Alles was zwischen 10 und 20 alles passieren kann“ 

zwei Bücher der Stiftung Warentest, die- über Suchtprävention hinausgehend alle Themen der Kindheit und der Entwicklungsjahre und die damit verbundenen Probleme für das Umfeld in einer sehr positiven Erziehungs-Grundhaltung darstellen. Auf umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse beruhend, geben sie wirklich wertvolle Orientierung für die eigenen Strategien. Eine Hilfe für Eltern und Multiplikatoren. Stiftung Warentest (im Buchhandel erhältlich, ca. 30 Euro) 

 


 

   Bestelladressen

Stadt Nürnberg, Präventive Jugendhilfe
Feldgasse 37, 90489 Nürnberg
Tel: 0911/ 231- 2298
Fax: 0911/ 231 33 84
e-mail: j/5-2[at]j.stadt.nuernberg.de
Diese Stelle hat sehr viele tolle Materialien entwickelt und vertreibt diese auch selbst. Ganz neue Bestelllisten je nach Zielgruppe anfordern!


Aktion Jugendschutz, Arbeitsstelle Bayern e.V.
Fasaneriestr. 17, 80636 München
Tel: 089 / 12 15 73 - 0
Fax: 089 / 12 15 73 - 99
e-mail: aj.bayern[at]t-online[dot]de
Internet: www.bayern.jugendschutz.de
Hier finden sie eine überregionale Zusammenstellung vieler interessanter Projekte mit Kurzbeschreibungen und den dortigen Ansprechpartnern


Verlag an der Ruhr
Postfach 10 22 51, 45422 Mülheim an der Ruhr
Tel: 0208 / 49 50 40
Fax: 0208 / 49 50 495 
e-mail Verlagsauslieferung: info[at]paedexpress.de
e-mail Verlag: info[at]verlagruhr.de
Internet: www.verlagruhr.de

Umfangreicher Katalog mit Büchern für die pädagogische Praxis


 

Für weitere Fragen zu den Materialien , den Beratungsangeboten oder Suchtprävention allgemein stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.